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Hier findet Ihr die ersten Geschichten, die ich produziert habe, nachdem Murphie seine Aufgaben an mich übergeben hatte. Es ist geplant, etwa monatlich neue hinzuzufügen, wenn sie Euch Spaß machen.
Liebe Grüße von Momo
...ich habe auch schon drei Bälle geschafft!
...hier spricht Momo
Jetzt schreibe ICH! --- wenn ich nicht gerade schlafe. Nerven hat er ja schon, der Murphie! Meint, er kann mir so einfach seine Arbeit übergeben. Bis ich seine Erfahrung habe, wird allerhand Zeit vergehen aber ich werde mir Mühe geben, Euch gut zu unterhalten, damit Ihr mich eines Tages genau so gerne habt, wie ihn, der Euch so lange begleitet hat.
Als ich vor sieben Monaten in Tschechien geboren wurde, hieß ich noch „Queenie von Moraviabray“. Der Name „Queenie“ fiel der Züchterin ein, weil ich mitten oben auf dem Kopf einen kreisrunden hellbraunen Fleck wie ein Krönchen habe, der mein „Gütezeichen“ ist. Er scheint mir Glück zu bringen, denn er hat schon einigen Einfluss auf mein Leben gehabt.
Wie Ihr auf dem Foto oben sehen könnt, bin ich ein zweifarbiger Basset Hound. Dass ich eine Hündin bin, könnt Ihr vielleicht an meinen sanften braunen Teddyaugen und an meinem „weichen“ Gesicht erkennen. So, wie ich auf dem Foto aussehe, bin ich auch im Herzen: ein schmusiges, freundliches Hundekind, das auf dem Weg ist, ein „guter“ Hund zu werden.
Hätte jemand meinem Frauchen vor ein paar Monaten vorausgesagt, auf welche Weise sie zu einem Welpen kommen würde, hätte sie erklärt, die Person sei wohl nicht ganz klar im Kopf – und viele von Euch würden ihr sicher zustimmen. Sie hat mich überhaupt nicht persönlich gesehen bis mich die Züchterin in ihre Arme gelegt hat!
Nach „Ollis“ überraschendem Tod wollte sie gerne wieder einen zweifarbigen Basset haben und wendete sich deshalb an viele verschiedene Basset Hound Clubs. Aus Österreich bekam sie schließlich meine Adresse – in Tschechien. Aus acht Welpen hat sie mich ausgesucht, erst mal, wegen meines Krönchens und weil ich ihr auf den Fotos am besten von allen gefallen habe. Meiner Züchterin, der Jindra, hat sie gleich gesagt, dass sie mich mit dem Namen „Momo“ rufen soll und dass sie auch ganz viel mit mir schmusen soll. Da war ich 21 Tage alt. Wie gut, dass es das Internet gibt! Jede Woche bekam Frauchen Fotos und Berichte von „ihrem“ Momo-Hund und es entwickelte sich ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen ihr und Jindra.
Für mich bestand das Leben während der Wochen bis zu unserer großen Reise nach Deutschland aus unbeschwerten Spielen mit meinen Wurfgeschwistern und wir alle haben alle notwendige Wärme und Zuneigung von den Menschen erhalten, die um uns waren. Ich erinnere mich nicht an die lange Autofahrt und an den Abschied von zu Hause. Hier, in meiner neuen Umgebung gab es von Anfang an keinen Grund zum traurig sein. Ich habe erst mal nur gefuttert und viel geschlafen und immer, wenn ich aufgewacht bin, war Frauchen da, die sich um mich gekümmert hat.
Für Herrchen bin ich geradezu eine Offenbarung, denn er erlebt zum ersten Mal die Entwicklung eines Welpen zum Junghund und er kann nur staunen, wie schnell ich wachse und wie problemlos ich mich dem Rhythmus der Familie angepasst habe.
Es hat hier seit vielen Jahren keinen Welpen gegeben, sondern „nur“ Hunde, die irgendwelche Probleme hatten. Das war auch in Ordnung, denn jeder einzelne war für die Familie „der beste Hund von allen“. Eigentlich bin ich eine „tierärztliche Verordnung“ für meine Leute, denn mein Tierarzt hat ihnen schon seit Jahren ans Herz gelegt, sich endlich mal für einen Welpen zu entscheiden, damit sie zur Ruhe kommen und – wenn alles glatt läuft – sich ein ganzes Hundeleben lang an ihrem Hausgenossen erfreuen können. Die anderen waren alle immer schon älter, als sie hierher kamen und das gemeinsame Leben war jedes Mal allzu kurz.
So hoffen wir nun auf viele unbeschwerte Jahre und ich werde mir Mühe geben, gesund zu bleiben und sehr, sehr alt zu werden.
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