Buch Cover Alle drei  mit photoshop 150
Hallo Minifee

Minifee

MinifeePort

 

Eine Woche nach dem Tod von Charlie kam Minifee ins Haus. Sie war etwa vier Jahre alt. Leider konnten wir ihr genaues Alter nie erfahren. Als Uwe sie zum ersten Mal sah, meinte er „ach, das ist aber ein Minihund“. Somit hatte sie sofort ihren Namen weg und aus dem eleganten „Fee“ wurde Minifee. Im Vergleich zu Charlie stimmt es schon, denn sie ist für einen Bloodhound sehr zierlich und sie hat eine wunderschöne, ausgewogene Figur. Das helle Braun in ihrem Gesicht und an den Beinen schimmert in warmem Gold. Ihr schwarzes Fell glänzt wie poliert und auf ihrer Brust leuchtet ein weißer Schmetterling.

Sie kommt aus einer Jagdmeute und hatte wenig Ahnung von einem normalen Familienleben. Am Anfang hatte sie ihre Probleme damit, denn sie war noch nie vorher in einem Haus gewesen, sondern hatte in der Meute gelebt, die sich auf einem großen Gelände aufhielt und in Pferdeställen.

Vor Autos hatte die eine auffallende Panik und es dauerte sehr lange bis sie überzeugt werden konnte, dass meistens am Ende der Autofahrt etwas positives auf sie zukommen würde wie ein langer Spaziergang oder der Besuch bei Freunden.

Inzwischen lebt sie seit sechs Jahren hier und sie genießt ihr Leben.

Eine große Veränderung habe ich für sie gebracht, als ich mit acht Wochen hier einzog. Aus ihrer Sicht war da plötzlich ein kleiner flitziger Floh, der immer wieder um ihre Aufmerksamkeit warb. Sie fand mich zuerst einfach schrecklich und wollte ihre Ruhe haben. Niemand weiß, was sie schließlich umgestimmt hat und weshalb sie sich dann so liebevoll um mich gekümmert hat. Noch heute sind wir die allerbesten Freunde und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie eines Tages nicht mehr hier sein könnte.

Wir haben unsere ganz persönlichen Rituale, zu denen auch das gegenseitige Waschen gehört. Eine meiner Angewohnheiten ist nicht sehr appetitlich aber Minifee gefällt es, wenn ich jeden Morgen eines ihrer Ohren so richtig durchkaue. Christine und Uwe schauen immer weg, weil es ihnen den Appetit verdirbt, wenn ich meinen Mund ganz weit aufmache, Minfees Ohr bis in meinen Rachen fallen lasse und dann anfange laut schmatzend zu kauen. Anscheinend habe ich exakt den richtigen Massagedruck gefunden, denn sie legt sich dann wohlig brummend vor mich hin und schließt die Augen. Danach ist ihr Ohr von oben bis unten schön nass und schleimig und muss erst mal abgewaschen werden.

Sie ist eine Seele von Hund und wir hoffen natürlich, dass sie uns noch unendlich lange erhalten bleibt.

 ...es schläft sich gut bei Minifee

MiMo schlaf 2     

...und plötzlich kam der 4. August 2008... und ich habe sie nie wieder gesehen...
...Adieu, meine Mama Minifee... 

Die Bilder bei “ADIEU” sprechen Bände

 

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