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Strömender Regen in einer großen Stadt. Auf dem Weg zur Schule beobachtet ein kleines Mädchen fasziniert das Wasser, das im Rinnstein plätschert. Plötzlich sieht sie etwas, das aussieht wie ein nasser Putzlappen. Sie schaut genauer hin. Berührt es. Da liegt ein kleiner Hund, der leise fiept. Ohne nachzudenken hebt sie ihn auf und steckt das tropfnasse Bündel unter ihren Regenmantel. Ihr einziger Gedanke ist: „Nichts wie heim.“ Die Schule ist vergessen. Die Standpauke ihrer Mutter nimmt sie gelassen hin und macht sich, nachdem sie ihren Schützling in guten Händen weiß, wieder auf den Weg.
Als sie nach Hause kommt ist aus dem matschigen Fellbündel ein fluffiges, hellgraues Tierchen mit großen Pfoten geworden, das sich gemütlich in ein Handtuchnest kuschelt.
Allerdings erklärt ihr die Mutter ernst, dass es unmöglich ist, den Hund zu behalten. Die Gründe sind so stichhaltig, dass auch die Tränen des Kindes sie nicht aus der Welt schaffen können. Glücklicherweise findet sich nach einigen Umfragen eine Nachbarin, die das Hündchen zu sich nimmt. So sieht das kleine Mädchen „ihren“ Hund fast jeden Tag am Gartenzaun und erlebt wie er zu einem richtig großen Struppi wird.
Obwohl sie nach einigen Jahren mit ihrer Mutter an einen anderen Ort zieht, kann sie sein Leben durch Briefe und bei gelegentlichen Besuchen verfolgen. Sie freut sich, dass er ein glückliches Leben gehabt hat und dass sie ein bisschen dazu beigetragen hat.
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Die kleine dicke Maxi, ein Cockerspaniel, war mit ihrer Menschenfamilie, Vater, Mutter, Kind, Chow Chow Panda und zwei Katzen ein Jahr lang in Amerika. Dort sind die Vorschriften, wie man mit gefundenen Hunden umzugehen hat, sehr verschieden von unseren. In dem Staat, in dem sie wohnten, wurden allein laufende Hunde grundsätzlich als Streuner angesehen, eingefangen und in ein Tierheim gebracht. Wenn sie der Besitzer nicht innerhalb von 48 Stunden abholte wurden sie eingeschläfert.
Maxi war bei einem Spaziergang verschwunden. Rufen, suchen, verschiedene Telefonate - kein Mäxle!
Der Tag verging, die Nacht auch! Helle Aufregung in der Familie. In welchem Tierheim konnte sie nur sein? Am dritten Tag sah die Mutter zufällig aus dem Fenster, als nebenan ein Mann mit einem dicken Cocker aus seiner Haustür kam. Sie stürmte aus dem Haus, auf die beiden zu! „Mensch Mäxle, was machst du denn hier?“ Der Mann erklärte, dass vor ein paar Tagen plötzlich dieser Hund vor seiner Tür gebellt habe. Das Tier was sehr hungrig (das war Maxi immer), ließ sich willig baden und fönen, ging wie selbstverständlich mit ihm schlafen und schien sich wohlzufühlen.
Ihr eigenes Haus hatte Maxi nicht gesucht, denn sie wohnten erst seit wenigen Tagen dort. Die Begrüßung mit der Familie war ein Freudenfest. Wie kann man dieses Verhalten wohl erklären? Maxi war zufrieden in ihrer Familie und doch nahm sie die Veränderung in ihrem Leben klaglos hin. Ob die lange Reise sie verwirrt hatte?
Immerhin gab es ein glückliches Ende. Sie waren vereint und kamen alle ein Jahr später wieder gut in Deutschland an.
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Arischa ist ein Riesentier von Neufundländer. Ich habe sie schon als Baby kennengelernt und wir hatten viel Spaß miteinander. Sie hat alle zum Lachen gebracht, weil sie vom ersten Besuch an eine immer größer werdende Wasserschüssel zum Planschen gebraucht hat. Später war nur noch der Gartenteich ausreichend.
Ich glaube ja nicht an Pauschalurteile wie „Neufundländer sind Wasserhunde“, „Dackel sind stur“ „Pudel sind klug“ „Bullterrier sind gefährlich“. Zu oft habe ich erlebt, dass es nicht stimmt, ganz besonders im Fall der Bullterrier oder anderer (verzeiht mir das Wort) Kampfhunde.
Auf Arischa passt aber der „Wasserhund“ wie für sie gemacht. Sie hat zwar keine Schwimmhäute zwischen den Zehen aber wenn sie Wasser sieht, flippt sie aus. Pfützen, kleine Bäche, ein Teich, ein Fluss, das Meer - sie ist durch nichts davon abzuhalten.
Zu ihrem größten Vergnügen verbringt sie so manchen Urlaub im Wohnwagen mit ihrer Familie am Atlantik und kann sich nach Herzenslust wässern. Danach noch der Spaß, mit dem Schlauch abgespritzt zu werden, damit das Salz entfernt wird!
Sie hat nur ein Problem: Sie meint, dass ihre Menschen nicht ins Wasser gehören. Sie versucht pausenlos, sie zu retten. Dabei packt sie den einen am Arm und wenn er nicht ernsthaft protestiert, zieht sie ihn zum Strand und legt ihn ab. Dann stürzt sie sich in die Wellen, holt das Frauchen, legt sie ans Ufer, paddelt zurück zur Tochter, fängt sie ein und bringt auch sie in Sicherheit. Wenn sie wirklich schwimmen wollen, statt zu spielen, muss ein Machtwort gesprochen werden. Aber dann schwimmt Arischa mit sorgenvollem Gesicht nebenher, immer zur Rettung bereit.
DIESER Neufundländer ist ein echter Wasserhund.
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Wenn ich aus meiner bequemen Sicht an die Hunde denke, die einen echten Beruf haben, wird mir ganz schummrig. Ich könnte zum Beispiel nie ein Polizeihund sein. Was die sich alles merken müssen! Absoluter Gehorsam und auch noch mitdenken, wann sie was tun sollen.
Am schönsten sind natürlich die Erlebnisse, die von Erfolg gekrönt sind. Eines Nachmittags nimmt Uli, das Herrchen von Schäferhund Roman, ihn mit besorgtem Gesicht an die Leine und erklärt ihm, dass sie unbedingt noch vor Anbruch der Dunkelheit den kleinen Martin finden müssen, der sich verlaufen hat. Sie fahren zu Martins Haus, Roman schnuppert an einem Pullover des Kindes. Der Geruch ist deutlich und Roman findet ihn auch auf der Erde vor dem Garten der Familie wieder. Nach einigen Anläufen zieht er in Richtung eines Waldes. Die Spur ist noch frisch an Gräsern und Büschen. Kreuz und quer läuft sie tiefer und tiefer in den Wald. Manchmal wird sie schwächer und Uli muss dem Hund gut zureden, nicht aufzugeben. Kurz bevor es dunkel wird findet Roman den kleinen Martin fest schlafend hinter einem Baumstamm. Auf dem kürzesten Weg geht es nach Hause zu Martins Eltern, die überglücklich sind, dass ihrem Kind nichts passiert ist.
Manchmal gehen Angehörige unserer Polizei zu Veranstaltungen, bei denen Kinder mit ihnen sprechen und ihre Hunde kennen lernen können. Es ist ein tolles Erlebnis für alle. Den Kindern zeigt es, welche wichtigen Aufgaben die Tiere haben und wie unverzichtbar sie bei der Polizeiarbeit sind.
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Gerade komme ich mit meiner Familie von einem kurzen Besuch am Tegernsee wieder. Jetzt war ich schon zweimal dabei. Bin ich froh, dass wir wieder im selben Gasthof waren, denn ich habe mich dort schon beim ersten Mal unsterblich verliebt. Das Frauchen lächelt zwar insgeheim, dass ausgerechnet ein Pudelmädchen meine Auserwählte ist, aber sie muss einfach zugeben, dass Tinchen ein Wonneproppen ist.
Sie hat rabenschwarze Locken, weich wie Samt, ist halbhoch, mit einer Traumfigur, die nur ganz sanft durch eine wunderschöne Frisur verborgen ist. Sogar der Pompom an ihrem Schwanz ist aufregend. Ihr Gesicht, liebe Leser, ihr Gesicht kann ich kaum beschreiben! Augen wie schwarz glänzende Kohlen, die Nase - schwarz natürlich, wie gefärbtes Marzipan - zum Reinbeißen!
Wir haben herrliche Stunden miteinander verbracht. Am schönsten war es, wenn sie mit uns spazieren gehen durfte. Durch umgepflügte Felder und über Wiesen sind wir getobt, schmutzig wie die Ferkel nach Hause gekommen. Manchmal sind wir auch ganz gesittet an der Leine die Strandpromenade entlang spaziert und ich war stolz wie ein König, dass sie keinem anderen auch nur einen Blick gegönnt hat.
Allzu schnell waren die schönen Stunden vorbei und wir mussten uns wieder trennen. Sie weiß genau, wann Gäste abreisen, weil sie sieht, wie die Koffer ins Auto gepackt werden. Beim letzten Frühstück hat sie sich ganz dicht neben mich gelegt und ihren Kopf unter meine Schnauze gesteckt.
An diese zärtliche Geste denke ich, wenn ich jetzt daheim auf der Couch liege, träumerisch in die Ferne schaue und seufze. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder!
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